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Grün hinter den Ohren ist sie schon lange nicht mehr – im Gegenteil: Beate Ling gehört zu den alten Hasen, wenn es um Musik geht, und das nicht nur im christlichen Lager. Denn sie spielte nicht nur einige Soloalben ein oder sang auf Konzertalben (u.a. Felsenfest) und in Musicals (u.a. Jona) sondern betätigt sich ebenso als Werbejingle Stimme oder Stimmcoach für die Akteure der Erfolgsmusicals „Miss Saigon“ und „Cats“. Dennoch hat sie für die aktuelle CD den Titel „Green“ (Gerth Medien) gewählt. Und das hat triftige Gründe: Auf ihr hat die gebürtige Schwäbin 12 Songs des verstorbenen amerikanischen Sängers Keith Green in ein neues Gewand gehüllt. Ein gewagtes Projekt, denn Green war einer der begabtesten und herausforderndsten Figuren der christlichen Musikszene. Kompromisslos in der Nachfolge gibt die Radikalität seiner Lieder auch heute noch Anlass zur Diskussion. Beate Ling: „Für mich war es ganz klar eine inhaltliche Herausforderung. Bin ich auf der richtigen Spur? Was wollte Keith? Aber auch: welcher Song passt zu mir?“ Um die Lieder für den deutschsprachigen Raum aufzubreiten verpflichtete die Sängerin u.a. Andreass Malessa, Jürgen Werth oder auch Christoph Zehendner als Texter. „Ziel war von vornherein starke deutsche Texte auf „Green“ zu haben. Meistens ist der zündende Gedanke aus dem Originalsong genommen, aus dem der deutsche Song dann gestrickt wurde.“ In einem mehrmonatigen Prozess wurde so aus „Your love broke trough“ „Deine Liebe lebt“ und „Stained Glas“ heißt „Wie buntes Fensterglas“. In diesem Jahr wäre Keith Green 50 Jahre alt geworden. Seine Musik und seine Botschaft leben weiter. Auch auf „Green“. |